Kinder sind ständig in Bewegung, körperlich und mental. Spielen, Kita oder Schule, Freunde, neue Eindrücke, Geräusche und die vielen kleinen Herausforderungen des Alltags: Im Laufe eines Tages kommt einiges zusammen.
Dabei brauchen Kinder nicht nur Möglichkeiten, sich zu bewegen und auszuprobieren. Auch Ruhephasen und Momente mit weniger Reizen gehören zu einem ausgewogenen Alltag dazu.
Doch zur Ruhe zu kommen, bedeutet nicht für jedes Kind automatisch, still auf dem Sofa zu sitzen. Manche Kinder suchen Bewegung, andere möchten sich einkuscheln, etwas hören oder benötigen zunächst eine Möglichkeit, überschüssige Energie nullloszuwerden.
Ruhe ist individuell
Wenn Erwachsene an Entspannung denken, stellen wir uns vielleicht ein ruhiges Zimmer, ein Buch oder einfach Nichtstun vor. Bei Kindern kann Entspannung ganz anders aussehen.
Ein Kind malt vielleicht konzentriert, ein anderes baut für sich allein, kuschelt sich in eine Höhle oder hört eine Geschichte. Und manche Kinder suchen gerade dann Bewegung.
Deshalb lohnt es sich, das eigene Kind zu beobachten: Was hilft ihm dabei, einen Gang herunterzuschalten?
Es muss nicht immer absolute Ruhe sein.
Warum Bewegung und Entspannung zusammengehören können
Bewegung und Ruhe wirken zunächst wie Gegensätze. Im Kinderalltag können sie aber wunderbar zusammenspielen.
Beim Schaukeln beispielsweise nimmt das Gleichgewichtssystem fortlaufend Bewegung und Veränderungen der Körperposition wahr. Gleichzeitig bekommt der Körper Informationen über Muskeln, Gelenke und – je nach Position – über den Kontakt mit dem Schaukeltuch.
Deshalb kann auch unsere Therapieschaukel Teil einer bewussten Auszeit sein. Manche Kinder möchten darin sanft hin- und herschaukeln, andere kuscheln sich lieber in das Tuch oder nutzen die Schaukel zunächst aktiver.
Wichtig ist dabei: Nicht jede Art von Bewegung wirkt auf jedes Kind gleich. Schnelles Schaukeln oder Drehen kann beispielsweise auch aktivierend sein. Es lohnt sich deshalb immer, auf die Reaktion und die individuellen Bedürfnisse des Kindes zu achten.
Kleine Ruheinseln im Alltag schaffen
Entspannung muss nicht bedeuten, dass jeden Tag eine halbe Stunde fest eingeplant werden muss. Häufig sind es kleine Rituale, die sich gut in den Familienalltag integrieren lassen.
Das kann zum Beispiel ein ruhiger Moment nach der Kita oder Schule sein, gemeinsames Vorlesen, sanftes Schaukeln, eine gemütliche Kuschelecke, Musik oder eine kleine Entspannungsübung.
Besonders schön ist es, wenn Kinder mit der Zeit verschiedene Möglichkeiten kennenlernen und herausfinden können: Was tut mir gerade gut? Brauche ich Bewegung? Möchte ich mich zurückziehen? Oder wünsche ich mir einen ruhigen Moment?
Entspannung kann man lernen und üben
Neben solchen kleinen Ruheinseln gibt es auch strukturierte Angebote, die Kinder altersgerecht an Themen wie Stress, Achtsamkeit und Entspannung heranführen.
Ein Angebot, das wir euch in diesem Zusammenhang vorstellen möchten, ist „Stark gegen Stress“ von R3COMPLETE.
Der Online-Präventionskurs richtet sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Im Kurs geht es unter anderem um:
- kindgerechtes Stressverständnis
- Audio-Übungen zur Emotionsregulation
- Techniken aus Achtsamkeit und Entspannung
- spielerische Übungen zur Selbstwahrnehmung
Der Kurs kann online von zu Hause durchgeführt werden.
Kostenerstattung durch die Krankenkasse möglich
„Stark gegen Stress“ ist nach § 20 SGB V zertifiziert. Eine Erstattung durch die gesetzliche Krankenkasse ist daher möglich. *
👉 Hier könnt ihr euch „Stark gegen Stress“ genauer ansehen.
Ob und in welcher Höhe die Kosten erstattet werden, hängt von den individuellen Bedingungen der jeweiligen Krankenkasse ab. Eine Erstattung ist nach erfolgreicher Kursteilnahme möglich. Informiert euch am besten vorab bei eurer Krankenkasse.
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Bewegung, Ruhe und die eigenen Bedürfnisse kennenlernen
Kinder brauchen Bewegung. Sie brauchen Möglichkeiten zum Spielen, Entdecken und Ausprobieren. Gleichzeitig gehören auch Pausen und ruhigere Momente zum Alltag.
Dabei gibt es nicht die eine Form der Entspannung, die für jedes Kind funktioniert. Viel wichtiger ist es, unterschiedliche Möglichkeiten anzubieten und gemeinsam herauszufinden, was zum eigenen Kind und zur jeweiligen Situation passt.
Genau das möchten wir auch bei Alles Knüt vermitteln: Kinder dürfen ihren Körper kennenlernen, sich bewegen, ausprobieren – und genauso ihre ganz persönlichen Ruheinseln entdecken.